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Ego

Chris Coach und Berater für Singles und Paare - Kurse und Events

Dear Besucher,

Hallo [NAME]

ich freue mich, dir den aktuellen Coaching-Newsletter von www.chris-wellness.ch zustellen zu dürfen.

Ich habe den Verteiler sehr gewissenhaft aufgesetzt in der Annahme, dass diese Informationen genau für Dich interessant sein könnten, sollte dies nicht der Fall sein, bitte ich um Entschuldigung und eine kurze Nachricht, ich werde Dich dann sofort vom Verteiler nehmen.

Coconumas und Rusamabos

    Seit einiger Zeit kreisten meine Gedanken des Öfteren um das Thema "Ego". Ein Auslöser war die Information das gewisse Gruppierungen versuchen Ihr Ego "aufzugeben" (sie nehmen an, sie müssten dies tun) indem ein Partner den anderen einem Dritten "überlässt" um den Besitzanspruch des Ego's zu "brechen" - jede einzelne Zelle in meinem Körper sagte dazu ganz entschieden NEIN. Ich beschloss sehr vehement, mein Ego zu behalten :-)

    Dennoch blieb die Frage, darf mein Ego Besitz anmelden? Wenn ja in welchem Masse?

    Wo ist loslassen gesund und ermöglicht dem Gegenüber sich Wahrzunehmen, seiner Selbst bewusst zu werden, sich zu definieren, sich weiter zu entwickeln. Soll der Partner auch mit Anderen Erfahren und Erleben können; um es für sich als individuellen Wachstum zu nutzen. Ist es sogar befreiend, wenn der Partner nicht alle Bedürfnisse befriedigen muss oder ist es ein Wettrennen des Kräftemessens?

    In welchem Masse ist Bindung gesund? Schafft es die vertrauensvolle Basis für die Gelegenheit gemeinsam zu wachsen und Beziehung zu erfahren? Gibt Treue ein Gefühl, sich voll aufeinander verlassen zu können (Loyalität = innere Verbundenheit) und den Fokus auf die Beziehung zu legen. Wieso gehe ich Bindung ein?

    Wiegt es mehr auf, wenn ich mit verschiedenen Menschen verschiedene Erfahrungen mache oder wenn ich mit einem Menschen tiefere Erfahrungen mache (oder auch flexibel bin "verschieden" zu sein). Verhindert die Erfahrung ausserhalb der Beziehung die Entwicklung im Innern oder begünstigt sie es? Muss "Bindung" ausschliesslich sein? Ist der Weg nach Aussen eine Flucht? Ist Treue langweilig. Verhindert zu starke (ausschliessliche) Bindung Lebendig zu bleiben, kann man nur lebendig sein, wenn man im Aussen Erfahrungen macht? Ist die gemeinsame Entwicklung in einer Beziehung zu anspruchsvoll oder wieso geht man in's Aussen? Ist das "bedienen" im "freien Markt" einfach, verlockend, natürlich? Muss ich lügen wenn ich fremdgehe, kann ich dabei Authentisch sein? Könnte im Aussen erworbenes Potential für die Beziehung bereichernd sein.

    Wann ist es ein "verkraftbares" Fremdgehen und wann nicht? In Studien wird "sexueller Treue in Beziehungen" eine Wichtigkeit von 90% beigemessen. Betrogene Partner leiden (durch Studien bewiesen), ähnlich wie misshandelte Menschen an posttraumatischen Störungen. Ist Fremdgehen = Betrogen werden?

    Ist "Fremdgehen" nur ein Thema im Bett oder beginnt es bei einem köstlichen Kaffee mit einem Kollegen, einem extravaganten Nachtessen mit der Ex, einem heissen Tanzabend mit einem Bekannten, einem fröhlichen Ausflug mit Freunden, einem kuscheligen Fernsehabend mit der Nachbarin, einer ausgelassenen Fete mit attraktiven Leuten, einer lehrreichen Weiterbildung mit sehr interessanten Persönlichkeiten.

    Ist Fremdgehen ein Gefühl vom "aktiven" oder "passiven" Partner?

    Somit wäre ich zurück beim Ego. Das Ego schreibt dem anderen Partner zu Fremd zu gehen, dieser trinkt aber ganz ohne jegliche Hintergedanken einen köstlichen Kaffee mit einem netten Menschen ohne nur mit der kleinsten Faser seines Seins daran zu denken, seinen Partner zu benachteiligen.

    Es kann sein, dass er/sie diesen Kaffee mit diesem Menschen trinkt weil er mit ihm eine Unterhaltung führen kann die er mit seinem Partner nicht führen kann oder bei dieser Unterhaltung einen Wissensvorsprung gegenüber seinem Partner erfährt, die ihn handlungsfähiger machen als seinen Partner und dass er in diesem Moment den Gesprächspartner für diesen "Zweck" wertvoller empfindet als seinen Partner.

    Was sagt Dein Ego? Möchtest du der wertvollste Mensch für Deinen Partner sein und zu welchem Preis und in welchen Gebieten? Möchtest du besser kochen können wie seine Mutter, möchtest du anwesender sein als ihr Vater? Möchtest Du attraktiver sein als seine Sekretärin? Möchtest Du erfolgreicher sein als ihr Vorgesetzter?

    Was macht dies mit Dir?

    Die andere Seite der Medallie ist: kannst du dich selber als wertvollsten Menschen wahrnehmen und fühlen? Welches Bedürfnis steckt dahinter, der wertvollste Mensch für Deinen Partner zu sein? Was macht es mit dir wenn jemand anders wertvoller ist? Ist bewerten nötig für das Ego? Inwiefern brauchst du deinen Partner/Andere um dich wertvoll zu fühlen? Inwiefern ist ein Verdrängen der Bewertung sinnvoll? Ist es ein Verdrängen oder legen wir einfach den Fokus auf etwas wichtigeres? Was passiert wenn du dir die Bestätigung wertvoll zu sein oder ein anderes Gefühl woanders als bei deinem Partner holst (was macht es mit dir, was mit ihm/ihr)?

    Bedingt eine langfristig erfolgreiche Beziehung "am gleichen Strick gleichermassen ziehen zu können"? Wie bewerkstelligt ihr das in Euren Beziehungen. Ist es schön wenn ich einen Partner gefunden habe mit dem ich in der Repräsentation meiner Selbst in Resonanz gehe, was passiert wenn diese Resonanz abbricht?

    Zu stark im Ego zu sein, hindert uns; unser selbst und den Partner zu sehen. Gefahr ist, nur das verletzte Ego zu sehen und virtuell etwas zu kreieren das nicht real ist; anstelle die Energie dafür zu verwenden Gelegenheiten zu schaffen.

    Uns selbst und den Partner zu sehen und Beziehung zu leben, bedeutet für mich z.B.:

    • Achtsam zu sein auf das was ist (nicht das was sein könnte – also sie trinkt gerne Kaffee und nicht sie betrügt mich beim Kaffee trinken)
    • Gelegenheiten zu schaffen unsere Beziehung zu leben (ich organisiere eine Kaffeedegustation mir ihr in Kuba)
    • in ihr (der Beziehung) zu wachsen und einander zu erfahren (ich merke in Kuba, dass sie lieber Salsa tanzt und lass den Kaffee sausen und organisiere eine Salsa DVD)
    • und damit einen ganz eigenen Raum zu schaffen, der nicht vergleichbar ist mit einem anderen Raum
      (sie bringt mir das Tanzen auf unsere ganz eigene Art bei, wir spüren uns und nehmen uns wahr)

    Ist dieser Raum das was uns glücklich macht, haben wir gemeinsam gelebt (ich kann Kaffee-Salsa-Touren nach Kuba organisieren, tanzen und habe dabei viel geschwitzt, gelacht und geliebt), wir haben einen gemeinsamen Weg definiert indem wir an Kreuzungen gemeinsam Entscheidungen gefällt haben, die unsere Beziehung ausmachen, wir haben uns in die Beziehung mit eingebracht und den anderen dadurch bereichert und zusätzlich mit gemeinsamen Kräften etwas Neues erschaffen.

    Ohne Ego würden wir wohl keinen Platz im Leben finden (wenn ich nicht um ihre Liebe bemüht wäre, würde ich nicht achtsam sein ob sie gerne Kaffee trinkt), würden wir keinen Antrieb haben (ich würde keine Reise nach Kuba organisieren), nichts lernen (kein Salsa tanzen), mich nicht entwickeln (tja ich läge wohl vor dem TV). Mit zuviel Ego würde ich mit allen kubanischen Schönheiten die Nacht unsicher machen es sei denn ihr Ego ist genau so gross um mich davon abzuhalten.

    Jemand hat einmal zu mir gesagt: wir sind immer alleine, auch wenn wir einen Partner haben. Ich möchte dies nicht wahrhaben auch wenn ich der Meinung bin nur wenn ich mich selber liebe, kann ich geliebt werden. Also erst wenn ich selber eine Persönlichkeit entwickelt habe kann jemand diese Persönlichkeit lieben. Aber muss ich diese Persönlichkeit alleine entwickeln oder geht das auch im gemeinsamen Kontext?

    Wenn ich schon weiss, dass ich Erdbeeren mag, ist es einfach, aber ist es nicht spannender gemeinsam alle Früchte durchzuprobieren? Macht es die Beziehung nicht aus, dass ich zusätzlich zu meinen Empfindungen (mhh Erdbeere süss) eine Resonanz von einem liebenden Menschen habe (sie lächelt mich an, weil ich so genüsslich auf die Erdbeere in ihren Lippen beisse) und wir gemeinsam neue Früchte ausprobieren können ohne dies vorher mit dem Nachbarn ausprobiert zu haben?

    Ja das mit dem Nachbarn! Es kann bereichernd sein, wenn er ihr verrät dass Coconumas besonders sinnlich sind (weil wir beide Coconumas nicht kennen), aber wenn sie es mit ihm ausprobieren würde, dann wäre mein Ego klar kampfbereit. Habe ich das exklusive Coconumas-Privileg? Wenn nicht, würde es dazu führen, dass ich bei meiner Nachbarin Rusamabos ausprobiere? Wie würde das weiter gehen? Vor allem wenn der Nachbar auch noch versierter ist im Coconumas zubereiten weil er darin 20 Jahre Erfahrung hat? Was wenn es zu ihrer Leidenschaft wird und sie nun jeden Tag mit dem Nachbarn Coconumas zubereitet und darin ebenfalls sehr versiert wird? Wenn ich das exklusive Coconumas-Privileg habe, verhindere ich dann ihren Fortschritt, ihre Entfaltung, fehlt mir der Ansporn besser zu werden im Coconumas zubereiten? Hat ihr Ego nicht das Recht für sich das Beste auszuwählen? Was ist das Beste?

    Nun hoffe ich, dass die vielen Fragen zum konstruktiven Nachdenken anregen und Du Dir bewusst wirst, was Dein Ego mit Dir macht.

    Ich freue mich auf Eure Resonanz.

    Das Ego ist...

    Das Selbst ist...

    Virtuell / kreiert / austauschbar

    existent / gegeben / grundsätzlich

    parteiisch / kampfbereit

    unparteiisch / verbindend

    Aufgrund der Umwelt (eigene und fremde Wünsche, Ängste, Zwänge, Hoffnungen, …) entwirft es ein (Rollen)-Bild wie die Welt sein soll, es versucht dann die Wirklichkeit diesen Bildern anzupassen.

    Nimmt wahr was ist. Ist das was ist (Gefühle, Gedanken, Impulse). Bestimmt sich durch Wahrnehmung. Es wirkt durch So-sein

    Ist das Konzept des Bewusstseins, mit dessen Hilfe sich das Ich in der Welt zurechtzufinden versucht.

    Das tiefere Wesen des Daseins. Emotionale Bedürfnisse. Selbstliebe, Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl aus sich heraus.

    An Wirkung orientiert.

    Auf das Sein bezogen. Es wirkt durch So-sein.

    Ermöglicht es uns als eigenständige Individuen gegenüber der sozialen und physikalischen Umwelt zu behaupten, erhebt Ansprüche, kämpft um Positionen, Rechte und Privilegien.

    Drückt sich selbst frei in seiner Kraft aus (z.B. durch Bewegung, Entfaltung, Vereinigung, Emotionen). Handelt aus sich selbst heraus.

    Aufgrund Lebensumständen hinterfragt es sich selbst. Ist zwischen Entscheidungen hin und her gerissen, kann leicht kränkbar und zerbrechlich sein, macht sich Sorgen um die Zukunft und kann unter Existenzängsten leiden, wird eifersüchtig, neidisch, sucht Fehler in der Vergangenheit, befasst sich mit dem was andere über das Ego denken, hat Angst was wichtiges zu verpassen und kann in Selbstmitleid versinken. Kann das alles in's Positive lenken (über ein positives Weltbild).

    Gefühle wahrnehmen, akzeptieren; das ist was ist, evtl. Bedürfnisse, Mangel, Auslöser erkennen (durch Achtsames hinsehen von dem was ist – nicht dem was sein soll), Gefühle durchleben, verarbeiten, sich freuen sein zu dürfen, diese Gefühle, Gedanken, Impulse annehmen als sein Selbst (nicht werten).

      Ich hoffe der Newsletter hat Dir gefallen und vielleicht magst Du mich auch weiter empfehlen, ich wünsche Dir viele Gelegenheiten.

      Namaste

      Chris Stamm Coach Berater Ausbildner für Paare und Singles
      www.chris-wellness.ch/coach
       

      Namaste (von Sanskrit: nam „verbeugen“) ist in einigen Ländern Asiens eine Grußformel die Ehrerbietung für einen anderen Menschen ausdrückt. Sie macht in etwa die folgende Aussage: „Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind.“


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